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Wege zur inneren Balance finden
Wie oft hören wir uns selbst oder andere stöhnen, wie"stressig"' heute wieder alles sei. Stress gehört zu unserem Alltag - er darf nur nicht die Oberhand gewinnen.
Stress ist nicht gleich Stress. Es gibt den so genannten guten Stress, den Eustress. Er kann uns Flügel verleihen, lässt uns Höchstleistungen erbringen, motiviert und erhöht die Aufmerksamkeit. Diesen Stress erleben wir als durchaus positiv. Meistens nehmen wir Stress jedoch als negativ wahr, nämlich dann, wenn er häufig auftritt, kein körperlicher Ausgleich erfolgt und man keine Möglichkeit zur Bewältigung der Situation sieht. Diese Form von Stress wird als Disstress bezeichnet. Gemeint sind damit alle von außen kommenden negativen Einflüsse wie beispielsweise hohe Anforderungen im Beruf und im Privaten, Verluste oder eine angespannte wirtschaftliche Lage. Der Körper reagiert auf solche Situationen mit Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, mit depressiven Verstimmungen, Ängsten, Gereiztheit und Aggressivität, Nervosität und Schlafstörungen. Die eigene Leistungsfähigkeit wird skeptisch bewertet, die Lebensfreude geht langsam verloren. Diese Form und Ausprägung von Stress macht krank. Irgendwann kommt die seelische und physische Erschöpfung. Folge: Man ist anfälliger für Infekte, Depressionen,Tinnitus bis hin zu Herzinfarkt und Schlaganfall. Bis es so weit ist, gibt der Körper vielfältige Warnsignale. Wer diese registriert, ist klar im Vorteil. Denn spätestens jetzt sollten alle Alarmglocken läuten und man sollte sich Gedanken über Strategien zum Stressabbau machen.

Ausgleich schaffen
Der erste und wichtigste Schritt in ausweglosen Situationen ist immer, sie zu erkennen, die Notbremse zu ziehen und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Oft ist nicht mal die Situation selbst der Stressauslöser. Vielmehr liegt es an der individuellen Bewertung jedes Einzelnen und dem persönlichen Stresstyp. Was den einen stresst, muss für den anderen noch lange kein Grund zur Panik sein. Personen, die ein gutes soziales Netz aus Familie und Freunden, ein ausgefülltes Privatleben und Hobbys haben, leiden seltener unter Disstress.
Kleine Schritte, um aus der Stressfalle wieder rauszukommen, können beispielsweise sein:
Ein absolutes Muss, um gar nicht erst in die Stressfalle zu tappen, ist Bewegung und eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Sport ist eine sehr gute und ausgleichende Maßnahme, weil dabei die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin abgebaut werden. Aber auch hier gilt: regelmäßig sollte er betrieben werden. Planen Sie deshalb mindestens 40 Minuten in der Woche für ein Ausdauer- und Krafttraining ein.
Raus aus dem Alltag
Sich mental mit den Faktoren auseinander zu setzen, die einem Stress verursachen, ist ein weiterer Schritt, um diesen zu reduzieren. Dadurch gewinnt man oft auch eine ganz neue Einstellung zu sich und seinem Umfeld. Hier unterstützen Entspannungsübungen wie Yoga, Qi Gong oder Meditation.
Neben den kleinen Übungen im Alltag sollten Sie sich auch mal eine wohltuende Auszeit gönnen, zu zweit oder alleine, das wirkt Wunder.
Atmen Sie wieder tief durch - am besten würzige Alpenluft oder feuchtsalzige Luft am Meer. Genießen Sie die Natur bei langen Spaziergängen, aufregenden Wanderungen und herausfordernden Mountainbike-Touren. Lassen Sie sich rundum verwöhnen in einem schicken Spa, finden Sie Ihre innere Balance wieder bei einem Yoga-Kurs und entdecken Sie Ihren Körper neu mit der Heilkunst des Ayurveda. Viele Wellnesshotels wie beispielsweise die dem Verband der Wellness Hotels Deutschland angeschlossenen Häuser, haben sich mittlerweile des Themas Stress-Management angenommen und bieten entsprechende Programme. Dazu gehören Medical Wellness, Ernährungsberatung, Vorträge zu Work-Life-Balance und Kurse, die für mehr innere Ruhe sorgen sollen.
Bei vielfältigen Entspannungs- und Wohlfühltreatments im Spa, einer sehr guten, ausgewogenen Küche und umfangreichem Fitnessangebot hat Stress keine Chance.
Trainings und Retreats
Wer sich intensiv mit dem 'Thema "Stress und Burnout" auseinanderzusetzen hat, für den sind Stress- und Burnout-Präventionstrainings sowie so genannte Retreats ideal. Dort lernt man wie Stress entsteht, woran man Stress erkennen kann und was jeder Einzelne präventiv gegen Stress und Burnout tun kann (www. stressregulierung.de, www.natur-stress.de).
In Retreats, die meist in angenehmer Atmosphäre in Wellnesshotels und Resorts stattfinden, stehen Yoga, Meditation und Gespräche im Mittelpunkt.
Dozit Schambach
