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Hier gibt es den vergessenen Badeanzug, das Parfum aus dem Zimmer oder ein Hotelsouvenier käuflich zu erwerben – freie Flächen sind in vielen Hotels zu Läden avanciert. Doch wie lukrativ ist der Verkauf von Kosmetikprodukten? First Class befragte Babara Pantförder, zuständig für Kosmetikdepot, Merchandising und Wäsche bei den Wellness-Hotels-Deutschland (W-H-D) nach den Möglichkeiten.

Frau Pantförder, warum ist es für den Gast attraktiv, bei seinem Hotelaufenthalt Kosmetikprodukte zu erwerben?
Oft liegt das Hotel an einem attraktiven Ort, aber fernab von Verkaufspunkten. Doch gerade während des Hotelaufenthaltes haben die Gäste Zeit, sich etwas zu gönnen. Der Wunsch, die gleichen Kosmetikprodukte mitzunehmen, mit denen der Gast gerade verwöhnt worden ist, ist sehr ausgeprägt. Auch können so neue Produkte bekannt gemacht und von den Gästen ausprobiert werden.
Für welche Häuser lohnt sich eine Verkaufsfläche?
Jedes Haus, das über eine kompetente Wellnessabteilung mit hochwertigen Anwendungsprogrammen verfügt, kann eine Verkaufsfläche installieren. Diese trägt nicht nur zur Befriedigung von Gästebedürfnissen bei, sondern unterstützt auch die Kostendeckung des Wellnessbereichs.
Wie sollte die Exklusivität der Kosmetik verkauft werden? Womit lassen sie sich kombinieren?
Der Verkaufsbereich sollte in der Nähe der Wellnessrezeption liegen, damit eine fachgerechte Beratung erfolgen kann. Die Ware muss wertig bei ausreichendem Licht präsentiert werden und Bereiche für eine individuelle Beratung geschaffen werden. Manche Kosmetikunternehmen bieten Präsentationshilfen, außerdem benötigt das Hotel hochwertige Vitrinen oder Wandabwicklungen. Kosmetikprodukte lassen sich gut mit Bademoden, Bademänteln und Wellnessaccessoires verbinden. Durch die Kombination wird der allgemeine Gästebedarf an Konsumartikeln gedeckt und zugleich der Verwöhnaspekt gestärkt.
Wie unterstützen die Wellness-Hotels-Deutschland die Einrichtung von Verkaufsbereichen? Gibt es besondere Einkaufskonditionen über die W-H-D?
Wir begleiten die Hotels schon bei der Planung durch den Innenarchitekten, helfen bei der Lage, Anordnung und Gestaltung der Verkaufsbereiche und bieten gleichzeitig Unterstützung bei der Auswahl der Lieferanten an. Alle W-H-D-Partnerhäuser erhalten besondere Einkaufskonditionen bei den, bei der Kooperation gelisteten Lieferanten. Bei den Jahresabsprachen der W-H-D wird besonderer Wert auf die Konditionen gelegt, die von den Häusern auch genutzt und benötigt werden.
Welche unterschiedlichen Konzepte haben Sie bei der Umsetzung mitbetreut?
Je nach Philosophie des Hauses haben wir z.B. in den letzten Jahren die Ladenflächen im Romantischen Winkel in Bad Sachsa, im Wellness-Hotel Sonnengut in Bad Birnbach und im Romantikhotel Achterdiek auf Juist mitbetreut. Ganz neu ist der Ladenbereich im Landhotel Jammertal in Datteln/Ahsen. Allgemein lässt sich sagen: Viele Wellnesshotels haben in die Wellnessabteilung einen Laden für Mode installiert. Ebenso wurden vorhandene Flächen mit Wohnaccessoirs zu Verkaufsflächen umgestaltet. Viele Hotels verabschieden sich vom Fremdvermieten der Flächen und stärken so ihr eigenes Haus mit Verkaufs- artikeln. Sehr häufig wird auch eine Eigenmarke für das Haus geschaffen.
Vielen Dank für das Gespräch.